Der wichtigste Baustein für eine erfolgreiche Abrufung der maximalen Leistungsfähigkeit ist die Ernährung. Sportmediziner der Sportklinik Hellersen und der TU Dortmund haben im Rahmen der Frauenfußball WM 2011 auf eine sportartenspezifische Kohlenhydratzufuhr hingewiesen.

Dazu möchte ich kurz den Begriff des glycämischen Indexes (=Glyxs) erklären. Der Gyxs beschreibt die Wirkung kohlenhydratreicher Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel. Als Referenzwert wird die blutzuckersteigernde Wirkung des Traubenzuckers (Glyxs = 100) genommen.

Werden Lebensmittel mit einem hohen Glyxs (Sportgetänke/-riegel/ Reiscrispies) 30-60 min vor dem Training aufgenommen, kommt es  infolge der Insulinwirkung zu einer Unterzuckerung und zu einem vorzeitigen „Hungerast“. Anders sieht es dagegen nach einem 1-3 h andauernden Lauftraining aus. Jetzt müssen schnellst möglichst die erschöpften Glykogenreserven aufgefüllt werden. Dieses sollte während der ersten 40 min. nach Belastungsende stattfinden, da die Glycogenresynthese während dieser Zeit weitgehend insulinunabhängig erfolgt.

Wahrscheinlich verbessern Kohlenhydrat- Eiweißgemische (Energieriegel) auch die strukturelle Muskelregeneration, und sind somit sog. Sportgetränken mit einem hohen Traubenzuckergehalt vorzuziehen.

Während eines Lauftraining, dass über 1.5 h dauert, sollte die Kohlenhydratzufuhr von 30-60g/h gewährleistet sein. Orangen/ Bananen haben einen niedrigen glycämischen Index (Glyxs < 55) und stellen zum Beispielwährend eines Marathonlaufes dem Energiestoffwechsel viel zu spät die schwindenden Kohlenhydrate zur Verfügung. Ideal sind dagegen Sportgetränke mit entsprechendem Traubenzuckergehalt.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass nicht das Fehlen von irgendwelchen Spurenelementen, sondern Flüssigkeitsmangel und Unterzuckerung die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit limitieren.

Bis bald.