25. bis 26. Februar 2011 – Frankfurt am Main | Botulinumtoxin in der Orthopädisch-Neurologischen Therapie findet jetzt endlich auch auf den Fachkongressen seine Bestätigung. Herr Prof. Wolfgang Jost hälthierzu das Referat über Botulinumtoxin bei Migräne.

1. Medizin:

Mit großen Erwartungen wurden die aktuellsten Berichte über die Botoxbehandlung bei Migräne und muskulären Verspannungen in der medizinischen Behandlung verfolgt. Gerade die USA sind für ihre restriktive Zulassungspolitik bekannt. Bekannterweise hat nur ein Bruchteil der in Deutschland zugelassenen Medikamente auch ein positives Votum in den USA erhalten.

Unverständlicherweise mussten deutsche Patienten, trotz einer Vielzahl an positiven internationalen Publikationen über Botox, auf eine eindeutige Zulassung der obersten deutschen Medikamentenzulassungsbehörde warten. In der leider durch Quantität als durch Qualität sich auszeichnende „Roten Medikamentenliste“ fehlte bisher Botox für diese Erkrankungen. Im Herbst 2011soll endlich auch für Deutschland dieser notwendige Schritt erfolgen.

Für den Migräne Erkrankten ist Botox eine zusätzliche Behandlungschance, die Migräneattacken und deren Ausprägung zu reduzieren. Eine Heilung wird auch nicht durch das Botulinum ermöglicht werden können. Flankierende Möglichkeiten müssen genutzt werden. Ausdauersport, Stress- und Triggervermeidung gelten gleichermaßen als notwendige Therapieressourcen zur Reduzierung der Kopfschmerztage.

2. Ästhetik:

Für den ästhetetischen Bereich, insbesondere nach  Behandlung der sogenannten Zornesfalte weisen wissenschaftliche Studien eine Verbesserung der Lebensqualität und psychischen Befindlichkeit nach. Studien konnten zeigen, dass die positiven Effekten inpuncto Stimmung, Selbsteinschätzung und aktiver Lebensgestaltung eindeutig auf die Wirkung des Botox zurückzuführen waren. Die Wirkung tritt 2-7 Tage nach Injektion ein, mit einer Maximalwirkung um den 30. Tag. Wiederholte Behandlungen verlängern die Haltbarkeit gleichermaßen wie eine höhere Injektionsmenge. Dabei gilt es einmal mehr keine utopischen Ziele anzustreben, sondern der positiven inneren Ausstrahlung der Personen zu entsprechen.

Hyaluronsäure eignet sich nicht nur zur Volumenauffüllung, sondern reduziert auch die normale Alterung, indem es als sogenannter Sauerstoffradikalenfänger fungiert, aber auch die Kollagensynthese antreibt. Die Unterspritzung mit Hyaluronsäurefiller stellt somit ein wirksames Anti-Agingkonzept dar.