Schmerzen in der Schulter?

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Schulterschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, dessen Häufigkeit in den letzten Jahrzehnten konstant zugenommen hat. Mittlerweile leidet fast jeder zehnte Deutsche an Schmerzen im Schulterbereich. Man sollte solche Beschwerden auf jeden Fall ernst nehmen und unbedingt abklären lassen. Oftmals stecken harmlose Ursachen hinter der Symtomatik und das Problem kann ohne größeren Aufwand beseitigt werden. In manchen Fällen jedoch können ernste Konsequenzen drohen, wenn die Ursache nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Die Gründe für Schulterschmerzen können traumatisch (beispielsweise durch einen Unfall) oder nicht-traumatisch (zum Beispiel durch Überlastung oder Verschleißerscheinungen) sein. Manchmal liegt das Problem gar nicht in der Schulter selbst, sondern in den umgebenden Strukturen wie den Bändern, der Muskulatur oder den Sehnen. Sogar manche Nackenprobleme können bis in die Schulter ausstrahlen.

Die Behandlung ist abhängig von der Ursache. In vielen Fällen kann eine konservative Therapie mit Schonung und Physiotherapie bereits zur Besserung führen, in anderen Fällen ist eine Operation unumgänglich.

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Schulterprobleme durch traumatische Ursachen

Bei einem Trauma wie einem Sturz oder einem Verkehrsunfall ist die Schulter häufig mitbetroffen. Eine der häufigsten Folgen ist eine Humeruskopffraktur (Bruch des Obrarmkopfes), gefährdet sind vor allem ältere Leute mit Osteoporose. Der Bruch äußert sich durch starke Schmerzen, ein Liegen auf der betroffenen Schulter ist nicht mehr möglich. Zudem ist die Beweglichkeit im Schultergelenk stark eingeschränkt.

Die Behandlung einer Humeruskopffraktur ist abhängig von der Art des Bruchs. Manchmal reicht eine Ruhigstellung (bspw. durch einen Gips) aus, in anderen Fällen muss operiert werden, so dass die Bruchstücke wieder richtig zusammenwachsen können.

Unbehandelt kann es zu einer dauerhaften Einschränkung der Beweglichkeit kommen, außerdem drohen Komplikationen wie Osteonekrosen (Absterben des Knochens), Entzündungen und Arthrosen. Auch diese Folgeerscheinungen können mit starken Schmerzen einhergehen.

Eine weitere, häufige Folge eines Traumas ist ein Abriss des Labrum glenoidale. Hierbei handelt es sich um einen Knorpelrand, welcher die Gelenkpfanne umgibt und den Oberarmkopf darin stabilisiert. Ist sie beschädigt, kann es zu einer Instabilität im Gelenk mit Herausspringen (Luxation) des Kopfes aus der Pfanne kommen. Unbehandelt kann es zu Schmerzen, Gelenkabnutzung und wiederholtem „Ausrenken“ des Schultergelenks kommen. Die Therapie erfolgt meistens operativ nach einem bildgebendem Verfahren wie einem MRT. In seltenen Fällen kann das Labrum auch ohne ein Trauma abreißen, in diesen Fällen liegen meist Abnutzungserscheinungen zugrunde.

Ruptur der Rotatorenmanschette

Die Rotatorenmanschette ist ein Gefüge aus Muskeln und Sehnen, welches das Schultergelenk umgibt und stabilisiert. Sie besteht aus diesen fünf Bestandteilen:

  • Musculus infraspinatus
  • Musculus supraspinatus
  • Musculus subscapularis
  • Musculus teres minor
  • Ligamentum coracohumerale

Jeder einzelne Bestandteil kann beschädigt werden, am häufigsten ist jedoch die Sehne des Musculus supraspinatus betroffen. Sie kann bei einem Trauma abreißen oder durch Abnutzungserscheinungen geschädigt werden. Auch ein Einklemmen der Sehne unter dem darüberliegenden Knochendach ist häufig. Knapp die Hälfte aller über 70-Jährigen weist Schäden an der Rotatorenmanschette auf. Als Folge ist die Bewegung des Gelenks eingeschränkt und es kann zu Schmerzen kommen. Unbehandelt verkümmern die Muskeln, was weitere Probleme nach sich zieht.
Die Behandlung kann entweder operativ (Naht der gerissenen Sehnen nach einem Traume) oder konservativ (vor allem bei Abnutzungserscheinungen) erfolgen.

Kalkschulter

Ein weiteres, sehr weit verbreitetes Problem ist die Kalkschulter. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, die Erkrankung tritt im mittleren Lebensalter (zwischen 30 und 50 Jahren) auf. Zunächst merkt der oder die Betroffene nichts von der Kalkschulter, erst mit dem Fortschreiten der Erkrankung machen sich Symptome wie Entzündungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar.

Die Ursachen sind sehr vielfältig: zugrunde liegen können Sport, Verletzungen oder Unfälle, Abnutzungs- und Alterserscheinungen sowie regelmäßige Überlastung. Eine schlechte Durchblutung fördert die Entstehung einer Kalkschulter zusätzlich.

Die betroffene Sehne wird aufgrund der Belastung in Faserknorpel umgewandelt, was zunächst noch keine Beschwerden verursacht. Später wird dann Kalk eingelagert, was zu Schmerzen und Entzündungen führt und umgebendes Gewebe zusätzlich schädigen kann. Nach einer gewissen Zeit resorbiert der Körper den Kalk wieder, was nach einer Entzündungsphase zur Besserung der Beschwerden führt.

Deshalb muss die Kalkschulter auch nicht unbedingt behandelt werden, oftmals kann der Körper die Ursache selbst beheben. Bei starken Schmerzen und höhergradigen Einschränkungen oder einem lange andauernden Krankheitsverlauf kann jedoch eine Operation in Erwägung gezogen werden.

Schleimbeutelentzündung (Bursitis)

In der Schulter befinden sich mehrere verschiedene Schleimbeutel, welche sich entzünden und Probleme verursachen können. Sie sind mit Flüssigkeit gefüllt und trennen Sehnen, Knochen und Muskeln voneinander ab, so dass diese arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu schädigen. Bei einer Entzündung lagern die Beutel jedoch zusätzlich Flüssigkeit ein und werden größer. Dadurch können Muskeln oder Sehnen eingeklemmt werden, was sich durch starke Schmerzen äußert. In manchen Fällen ist die Schwellung so ausgedehnt, dass sie von außen sichtbar ist. Zusätzlich kann es zu einer Rötung der Schulter kommen. Das Einklemmen der Sehnen und Muskeln beeinträchtigt zudem deren Funktion, so dass es zu Bewegungseinschränkungen kommen kann.
Betroffen sein kann jeder der vier Schleimbeutel:

  • Bursa subacromialis
  • Bursa subdeltoidea
  • Bursa subcoracoidea
  • Bursa subtendinea musculi subscapularis

Klinisch wird zwischen einer akuten und einer chronischen Bursitis unterschieden. Die akute Bursitis tritt plötzlich auf, dauert jedoch nicht lange an. Die chronische Bursitis entwickelt sich über einen längeren Zeitraum hinweg und besteht über mehrere Monate hinweg (oder kommt häufig wieder).

Die Ursachen einer Schleimbeutelentzündung sind bei jüngeren Leuten meist Überlastung durch Arbeit oder sportliche Betätigung sowie Verletzungen. Auch Infektionen können eine Bursitis auslösen. Bei älteren Menschen liegen die Gründe meist in anderen Erkrankungen wie Gicht oder Rheuma.

Die Diagnose erfolgt im Normalfall über ein bildgebendes Verfahren wie den Ultraschall oder eine MRT, um die Entzündung bestätigen zu können. Die Therapie wird zunächst konservativ versucht, also durch Ruhigstellen und Kühlen der betroffenen Schulter. Unterstützend können Schmerzmittel gegeben werden. Bei andauernden oder wiederkehrenden Beschwerden kann der Schleimbeutel entfernt werden.

Impingement-Syndrom

Das Impingement-Syndrom beschreibt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Schultergelenk beim seitlichen Anheben des Armes. Der Grund liegt in einem Ungleichgewicht der Muskeln in der Rotatorenmanschette. Die Muskeln, welche den Gelenkkopf nach oben ziehen, sind im Vergleich stärker ausgeprägt als jene, welche einen Zug nach unten ausüben. Beim Anheben des Armes stößt der Oberarmkopf dann am Schulterdach an, was zum einen die Beweglichkeit einschränkt und zum anderen die Sehne des M. supraspinatus einklemmt und dadurch Schmerzen verursachen kann.
Die Erkrankung entwickelt sich meist über Jahre hinweg. Zunächst kommt es zu kurzen, schmerzhaften Stichen bei bestimmten Bewegungen sowie nächtlichen Schmerzen. Im weiteren Verlauf tritt dann die Bewegungseinschränkung auf.

Das Impingement-Syndrom kann auch in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen der Schulter auftreten, beispielsweise ist eine Kalkschulter häufig mitverursacht durch das muskuläre Ungleichgewicht. Auch eine dauerhafte Schädigung der Supraspinatussehne kann eine Folge eines unbehandelten Impingement-Syndroms sein.